Musik, Audio, Medien und Gesellschaft

Guitar-Hero: Alle Saiten gerissen :-(

Jetzt ist es offiziell: Activision schickt den Gitarren-Held in Pension.

Irgendwie ja schon schade. Aber um ehrlich zu sein: Ich fand diese Pseudoinstrumente eigentlich immer Käse. Was hat das denn mit Musik zu tun? Nur stellt sich die Frage: Darf ich mir dieses hohe Roß erlauben? „Objektiv“ betrachtet eher nein. Ich nutze doch selbst nahezu nur noch „virtuelle“ Instrumente. Am Anfang waren die Synthesizer und Keyboards immer die „Underdogs“ und wurden nicht als Musik-Instrument betrachtet, zumindest von den eher orthodox denkenden Musikern. Behauptung: Mozart hätte auch einen Sampler, Synthesizer, Mac/PC… gehabt. 😉 Solche Postulate sind immer schnell getippt und leicht behauptet, können wir das doch nicht überprüfen.

Neulich, bei einer Tasse Kaffee/Tee, kam ich mit dem Musiker Ruben zu dem Schluss: Alles ist ein Instrument bzw. alles kann zum Instrument werden. Mikrofone, Mischpulte und eben auch (und vor allem) Computer. Jetzt ist „Guitar Hero“ nicht als Lieferant für Gitarrenvirtuosen bekannt, oder doch? Musikpädagogen und selbst eine britische Studie scheinen sich einig darüber zu sein: „Guitar Hero“ bringt Menschen zur Musik und ans Instrument. So gesehen hätten doch Musikhäuser und Instrumentenhersteller großes Interesse an einem Jointventure haben müssen. Falls es da größere Kooperationen gab, sind die alle an mir vorbeigegangen 🙁

Als logische Konsequenz brachte ein anderes Softwarehaus gleich eine ganze Rock Band als Spiel auf den Markt. Auch ein DJ-Spiel gibt es. Auf Youtube habe ich „damals“ sogar eine Anleitung gefunden, wie man seine Gitarre „Guitar Hero“ kompatibel macht. Mir drängt sich da die Frage auf, warum Werbung:Steinberg, Werbung:Magix oder auch die Jungs von Reaper keine Kooperationsprogramme aufgelegt haben, oder war der Publisher der Spiele dagegen? Wie gesagt, ich weiß es nicht und es kann sehr gut an mir vorbei gegangen sein, aber interessant wäre das doch gewesen! Gerade bei dem Drumset aus Werbung:Rock-Band oder dem DJ-Controller aus Werbung:DJ-Hero. Hier hätte man doch Schnittstellen anbieten können und den Spieler ans DJing oder Musizieren heranführen. Gerade beim DJing stelle ich mir eine Schnittelle zu Lösungen wie Werbung:Traktor, Virtual DJ und Co vergleichsweise simpel vor.

Interessant ist, dass es auch in dem Sektor der Musik-Games Freeware gibt: Frets on Fire! Das schöne ist, dass das Ganze auf Linux, MacOs und Windows läuft. Somit ist für nahezu alle gesorgt. Diverse Blogs helfen bei der Nutzung auf Linux & Co.

Aber naja. Wirklich vermissen werde ich Werbung:Guitar Hero eher nicht. Ich habs ja nie gespielt.

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Eine Antwort zu “Guitar-Hero: Alle Saiten gerissen :-(”

  1. Florian sagt:

    Nachtrag:
    In den „bunten Märkten“, die z. B. Venus oder so ähnlich heißen könnten, wird „wie blöde“ das Material von Guitar Hero & Co an den Mann/an die Frau gebracht. Gibts da Sonderangebote, oder wissen die Käufer nichts vom „Untergang“? Übrigens: Unter Metallica-Fans hat das Spiel einen gewissen Kult-Status!, Golem dazu: https://www.golem.de/0809/62492.html

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