Musik, Audio, Medien und Gesellschaft

Musik: Stand der Wissenschaft 2014

 

Amüsant und doch sehr invormativ sind die Fakten, die dieses Jahr über Musik herausgefunden wurden. Die richtige Lektüre für „zwischen den Jahren“. Natürlich habe ich nicht diese Erkentnisse in der Forschung zu verantworten; ich habe diese nichteinmal gesammelt. Diese Ehre gebührt den Kollegen von MIC.com.

1. Musikunterricht in früher Kindheit führt zu einer Verbesserung der kognitiven Kontrolle.

Gemeint ist, dass Kindern mit frühkindlicher Musikerfahrung es leichter fällt sich Ziele zu setzen, strategische Planungen durchzuführen und die entsprechenden Prioritäten zu setzen sowie das bewusste Steuern von Aufmerksamkeit und eine verbersserte Impulskontrolle haben. Auch den motorischen Funktionen kommt das zu Gute.

2. Die rhythmischen Fähigkeiten kommen der Sprachlernkompetenz zu Gute

Das ist aber – soweit ich mich entsinne – nicht ganz neu, dass musikalische Fähigkeiten verschiedenen Funktionen dieser Art im Gehirn zu Gute kommen, oder? Mir fällt die Quelle aber nicht mehr ein.

3. Musikunterricht hilft beim Ausgleichen von kindlichen Entwicklungslücken

Das Perfide: gerade Kinder aus wirtschaftlich schwachen Familien würden davon profitieren, aber die haben ja oft nicht die Möglichkeiten Musikunterricht zu bekommen.

4. Musik ist hilfreich bei ADHS

Dazu gab es sogar dieses Jahr einen TV-Beitrag. Auch nicht verwunderlich. Speziell, wenn man Punkt 1 hier betrachtet, oder?

5. Musik verbessert das Langzeitgedächtnis

Das Musik beim Memorieren eine Rolle spielt war bekannt, aber dass es auch gezielt auf das Langzeitgedächtnis wirkt/wirken kann, ist erst dieses Jahr belegt worden.

6. Musik kann scheinbar wirklich Tinnitus heilen

Ich gebe zu, dieser Punkt überrascht micht ein wenig…

7. Musik, die Alkoholkonsum zum Inhalt hat, bringt den Zuhörer eher zum Trinken

Ohje: Kommt da eine neue Amokläufer-Therorie in Folge auf uns zu?

8. Angeblich haben Wissenschaftler „final“ geklärt, warum Musiker soooooo sexy sind

Naja, dazu gabs bereits sehr viele Theorien…

9. Musik kann – zum Beispiel beim Joggen – die Lauf-Performance erhöhen

Das war doch schon seit den Galeerentrommler klar, oder nicht?

 10. Die Klangqualität hat einen großen Einfluss auf den Musikgenuss

Wen überrascht das noch? Mich nicht! Es heißt zwar immer, dass kein Mensch das Mischpult pfeift, sondern den Song, aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Wenn das kein Plädoyer für die Tonmeisterei und professionellen Ton ist!

11. Es gibt Menschen, die Musik nicht genießen können

Eine furchtbare und schwer zu glaubende Entdeckung, aber es stimmt. Diese Störung ist pathologisch und ist Teil der Anhedonie.

12. Die musikalischen Fähigkeiten sind direkt abhänig von der Empfindlichkeit des Innenohrs!

Die Universität von Helsinki hat herausgefunden, dass es scheinbar eine biologische Disposition („Talent“) gibt ob man musikalisch ist, oder nicht. Ich wäre jedoch sehr vorsichtig mit dieser hier oberflächlich präsentierten Parole und wünsche mir da noch detailiertere Forschungen und Ergebnisse.

 

Interessantes Jahr 2014, findet Ihr nicht? Bin gespannt, was wir 2015 alles herausfinden werden…

 

 

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