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Robotermusik: Nun quasi wirklich „Metall auf Metall“

In „Schaum oder Hase“ stellt heute das DRadio Wissen die Roboterband „Compressorhead“ vor. Mit den 3,5 metallenen Musikern dürfte diese Combo wirklich die schwerste Metal-Band der Welt sein.

Solche ein Accessoire ist unnötig für Compressorhead!

Solche ein Accessoire ist unnötig für Compressorhead!

Der 2009 gebaute Gitarrist „Fingers“ steht mit 78 Fingern auf der Bühne. Mit seinen ca. 3 Jahren ist der Bassist Bones der Jüngste im Bunde und ist mit seinen zwei Händen und je vier Fingern noch der „gewöhlichste“ im LineUp. Der vierarmige Drummer „Stickyboy“ hat sogar zwei Füße (für Bassdrum) und einen Assistenten „Stickyboy Junior“, der für ihn die Hihat spielt. Gebaut wurden die beiden 2007.

Gesteuert werden die „Jungs“ über MIDI. Somit ist „Stickyboy“ quasi die materielle Version von Werbung:BFD oder Werbung:EZ Drummer. Der Roboter-Gitarrist „Fingers“ hat nicht wirklich 78 Finger, sondern pro Bund und Saite einen „Stift“. Das erinnert an die Androidenmusiker oder das Orchestrion vergangener Zeiten. Mit „Virutal Guitarrist“ hat er weniger gemein als mit Lösungen wie Werbung:RealGuitar oder Werbung:Electri6ity.

Angesichts solcher "Roboter" kann der Gitarist "Fingers" nur kichern...

Angesichts solcher „Roboter“ kann der Gitarist „Fingers“ nur kichern…

Weil die Blechkerle keinen Plattendeal gekriegt haben, sucht die Band jetzt Geld für die CD per Crowdfunding, wie auf ihrer Website zu lesen ist. Wer die Combo „Live“ sehen will, kann auf Youtube schon mal den ein oder anderen Eindruck der 3,5 Berliner bekommen. Sogar mit Gast-Gesang oder einem Gast-Trommler. Jetzt muss nur noch in einen neuen Roboter Vocaloid eingebaut werden, und fertig ist die Roboter-Band mit Gesand, denn Vocaloid klingt ja mittlerweile schon recht gut…

Wird der Mensch nun aus der Musikindustrie verschwinden, so wie er aus der der Schwerindustrie fast verschwunden ist? Naja… nicht Aufgrund einer Roboterband. Im Prinzip sind die drei Roboter „nur“ VSTis, also Software-Synthesizer aus Hardware, wenn man so will. Somit werden die MIDI-Daten dann nicht an die Software-Synthesizer und Sampler zwecks Klangerzeugung geschickt, sondern an die Roboter. So gesehen, ist diese Idee „nur“ eine Variation…

 

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