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ProLight + Sound 2022: MakePro X – Der individualisierte Controller für DAW + Broadcasting

Wer meine Artikel auf AMAZONA.de und OhrPost.com verfolgt, hat schon mitbekommen, dass ich nicht der große Fan von Controllern bin. Die meisten haben einfach einen großen Pferdefuß: Das Parameter-Mapping ist fast immer wiedersinnig, die anderen sind schlecht verarbeitet und dann ist der Preis oft sehr hoch, wenn man diesen mit einem digitalen Mischpult ähnlicher Größe vergleicht. Die MakeProAudio GmbH stellt auf dieser ProLight + Sound ein neues vollkommen modulares Controller-Konzept vor, den MakePro X.

Make Pro X DAW Controlller (2)

Der besondere Clou bei diesem Controller ist, dass er komplett frei gestaltet werden kann: Es gibt 12 verschiedene Module, die vollkommen unterschiedlich kombiniert werden können. So kann der fertige Controller 0 oder 52 Fader haben. Verfügbar soll dieses System ab Mai 2022 sein. Für Standardanwendungen soll es vorkonfigurierte Modelle geben, aber über ein Online-Tool wird es möglich sein, sich seinen „Traumdesk“ zusammenzustellen. Das klingt sehr vielversprechend.

Make Pro X DAW Controlller

Diese Ausbaustufe soll über 30.000 Euronen kosten.

Preislich wird es allerdings happig! Laut dem netten Mitarbeiter am Messestand werden die Teile in Deutschland montiert. Das große Demogerät belastet das Budget fünfstellig, die ganz kleinen Versionen (Bild unten) sollen mit etwas über 800 Euro zu Buche schlagen.

Make Pro X DAW Controlller (2)

Diese Größe soll mit etwas über 800 Taler den Besitzer wechseln.

Die Software für dieses System hört auf den Namen MakePro’s Glue und wird konfortabel die Konfiguration erledigen – so der Hersteller. Einen Austausch mit anderen User:innen via Cloud soll es auch geben. Bei der Frage welches Protokoll die Controller supporten wich man am Messestand aus, es seinen verschiedenste Anbindungen (USB, MIDI, LAN) und Protokolle möglich. Die Anbindung (und vor allem das Protokoll) ist jedoch essentiell. Nur so lässt sich klären, wie gut das Gerät sich in die eigene Infrastruktur einbindet.

Die Haptik und Verarbeitung machen einen sehr guten Eindruck, das ist oberste Klasse, praktisch: Champions-League, wenn nicht olympisch. Die Taster mit LED supporten verschiedene Farben zur Anzeige und die komplette Modularität (die fertigen Controller sollen auch Multi-User-Fähigkeiten haben) dürften den Preis eben auch „nach oben“ treiben. Jedes Modul gibt es in nur einer Ausfertigung bis auf die Fader. Diese gibt es einmal als 4er-Modul in 100mm und einmal als 4er-Modul in 60mm. Die Regler laufen wirklich gut:

Hochwertig sind die Controller allemal und es mag gut sein, dass der Preis gerechtfertigt ist. Ob es hierfür jedoch einen Markt gibt, wird sich zeigen. Der Preis könnte wirklich ein potentielles Markthinderniss zu sein. Allerdings: Der Make Pro Audio Gründer Frank Hund ist kein Unbekannter: Er war damals bereits Gründungsmitglied von Creamware, der Mann weiß, was er tut!

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Eine Antwort zu “ProLight + Sound 2022: MakePro X – Der individualisierte Controller für DAW + Broadcasting”

  1. Hannes sagt:

    Hi,
    ich bin Hannes aus der Entwicklungsabteilung von MakePro X.
    Erstmal Danke für den Artikel!

    Bzgl. der Protokolle gibt es verschiedene Möglichkeiten: Glue unterstüzt MIDI, MCU, OSC, DMX, TCP, UDP, HTTP, MQTT, Websockets und NodeRED. Diese Liste wird auch ständig erweitert.

    Für die Protokolle gibt es sowohl vorgefertigte Presets für manche Geräte, die Daten, die übertragen werden, lassen sich aber auch komplett frei definieren, um so Support für viele Geräte selber hinzufügen zu können. Dafür braucht man keine Programmierkenntnisse, denn das geschieht über eine einfache Oberfläche.

    Auf https://my.makepro-x.com gibt es unter dem Punkt „Glue“ mehr zu den Protokollen.

    Viele Grüße

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