Musik, Audio, Medien und Gesellschaft

Der Echo 2011 und die Amigos

Da waren doch einige „erschrocken“, die Amigos gewinnen den ECHO!!! Da gehen dann die Meinungen empfindlich auseinander! Ich finde Polarisierung im Prinzip gut, es schadet ja nie Profil zu haben und zu zeigen, oder?

Bekommen haben die beiden Hessen den Echo in der Kategorie: „Künstler/Künstlerin/Gruppe Volkstümliche Musik“. Warum das so kontrovers aufgenommen wurde? Keine Ahnung, denn: Die beiden Brüder Bernd und Karl-Heinz Ulrich sind recht erfolgreich – die letzte Single erreichte in Deutschland Platz 2 und steht in Österreich derzeit auf der Spitzenposition. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, haben „Die Amigos“ 2.000.000 Einheiten verkauft. In einer Zeit, in der die Branche jammert, dass alles soooo schlimm ist und alles soooo bergab geht sind das doch gute Zahlen. Ich glaube, dass viel „Missgunst“ und „Unverständnis“ für die Nominierung und dem anschließenden Gewinn der Trophäe daher rührt, dass die beiden Musiker nicht dem volksmusikalischen Durchschnitt entsprechen: Sie sind authentisch, nicht stromlinienförmig und erschienen „Selfmade“. Ich gönne den Brüdern aus vollem Herzen den Echo und wünsche an dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch.

Die anderen Preisträger waren: David Garrett, Phil Collins, Lena Meyer-Landrut, Amy Macdonald, Ich + Ich, Take That, Unheilig, Linkin Park, Andrea Berg und Eminem. Ein sehr illustre Mischung!

Dabei erscheint mir der ECHO als einer der „faristen“ Preise. Warum? Grundlage der Preise sind die Verkäufe vom Februar bis einschließlich Januar des Folgejahres (in diesem Falle also vom Februar 2010 bis Januar 2011) ermittelt von Media-Control. Vox Populi Vox Dei – zumindest theoretisch, denn Media-Control hat, bekannter maßen, ein paar Auszählungsregularien, die für Kontroverse sorgen/gesorgt haben. Der Lebenswerk-ECHO sowie die Sonderpreise werden von einer Jury ausgewählt (das Spotlight-Festival lässt grüßen 😉 ), der erfolgreichste Live-Act national wird mit einer Online-Umfrage ermittelt.

Streng genommen müssten wir diesen ECHO den ECHO-Pop nennen, denn es existieren noch Schwestern für Klassik und Jazz.

 

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