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EB-Tontechniker fordern mehr Honorar – ein offener Brief.

Es ist keine neue Nachricht, aber noch immer aktuell: Schlechte Bezahlung von EB-Teams. Nachdem Bereits der Kameramann Chris Westermann seinem Ärger Luft gemacht hat, kommt aus Köln von den Kollegen ein offener Brief. Die über 100 Kollegen möchten bis zum März 2018 eine neue Tarifstruktur umgesetzt sehen.

Vor 20-30 Jahren bekam der Freelance-Tontechniker im EB-Sektor zwischen 300 und 400 DM. Je nach Berechnungsmodell entspräche das – kaufkfraftbereinigt – heute 250-350 Euro. Allerdings sind derzeit schon Tontechniker für 100-150 Euro netto im Einsatz. Auch, wenn das nicht der Standard sein mag, zeigt es einen deutlichen Preisverfall. Wenn man nun noch berücksichtigt, dass nicht jeder Tag verkauft werden kann und es auch Arbeiten gibt, die jeder Freelancer unbezahlt erledigen muss (Buchhaltung, Akquise usw.), wird schnell klar, dass hier teilweise am Existenzminimum gelebt wird.

Eine Gruppe von Kollegen aus Köln haben einen offenen Brief aufgelegt, der – Stand heute – von über 100 EB-TontechnikerInnen unterschrieben wurde, der 200 Euro (netto) als Mindestsatz für einen 10 Stundentag fordert. Auch die Pausenregelung wird angesprochen.

Ich persönlich würde noch weitere Zugeständnisse für angemessen halten: 250 Euro für 8 Stunden zzgl. Überstundenvergütungen. Ob die Kollegen diese Forderungen bis März 2018 etabliert haben? Das wäre der ganzen Branche zu wünschen! Denn: Das es für EB-Kameramänner viel besser aussieht, kann man nicht behaupten.

EB-Ton:

 

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