Musik, Audio, Medien und Gesellschaft

Das BOOT 2.0 – Fortsetzung nimmt langsam Gestalt an…

Bei Zurück in die Zukunft war es noch als Gag gedacht: Fortsetzung folgt. Allerdings wurden aus der nicht ernst gemeinten Anspielung gleich zwei Fortsetzungen. Das Boot bekommt nun auch eine Fortsetzung - so will es der Bezahlsender Sky. Geplant sind derzeit acht Episoden á 1 Stunde. In den insgesamt 480 Minuten wird die Geschichte unmittelbar nach dem Klassiker weitererzählt. Basis werden wieder Romane von Lothar-Günther Buchheim sein, wie das schon beim Original der Fall war.


Das Boot – Director’s Cut – Special Edition

Zunächst stand erst der Regisseur fest: Andreas Prochaska. „Bekannt“ ist der gebürtige Wiener mit Filmen wie Das finstere Tal oder auch In 3 Tagen bist du tot – auch davon gab es eine Fortsetzung. Somit hat er schonmal Sequel-Erfahrungen. Der weitere Cast steht auch schon in Teilen fest:

  • Rick Okon
  • Vicky Krieps
  • Leonard Scheicher
  • Rainer Bock
  • Robert Stadlober
  • August Wittgenstein
  • Franz Dinda
  • Stefan Konarske
  • Lizzy Caplan
  • Jonathan Zaccaï

Der Cast klingt interessant, lässt mich aber nicht in Euphorie verfallen. Generell stehe ich diesem Projekt sehr skeptisch gegenüber: Wie kann diese Serie eine echte Fortsetzung werden, wenn (scheinbar) niemand aus dem Original dabei ist? Außer der Romanvorlage und dem Produktionsstudio (Bavaria Film) ist keine Kontinuität zu erkennen. Gerade bei einem solchen Film/einer solchen Serie kann man viel falsch machen und „zerstören“. In einem Interview zum Original haben ein paar der Hauptdarsteller gesagt, dass Sie im Finale des Films nicht gestorben sind, um bei einer Fortsetzung dabei sein zu können. Der Regisseur Wolfgang Petersen hat es den Darstellern scheinbar frei gestellt, ob sie ihren Charakter sterben lassen.


Das Boot – Der Roman, nach dem der Film/die Serie gedreht wurde

Fortsetzungen erfreuen sich allgemein großer Beliebtheit, nicht nur im deutschen Fernsehen sondern auch in Hollywood. So läuft derzeit der fünfte Teil von Fluch der Karibik und Ich – Einfach unverbesserlich ist mit dem drittel Teil gerade im Kino. Fortsetzungen sind – finanziell – eine „sichere Sache“. Ein Film/ein Filmprinzip, welches funktioniert, soll der Garant für einen finanziellen Erfolg eines Filmes sein. Ja, auch die Filmproduktion kämpft mit ähnlichen Problemen wie die Musikbranche es schon seit längerem tut: Unbekante Filmsettings ziehen weniger Publikum (zumindest Anfangs), als bekannte Franchises. Wohl war: Auch große Filmstudios können sich nicht unausgesetzt Flops erlauben. Ob wir bis Fluch der Karibik 15 kommen werden oder ob es irgendwann Das Boot 10 geben wird? Das bleibt abzuwarten. Schade finde ich diese Entwicklung jedoch schon…

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